andreas schoch frank bühler
freie architekten PartG mbB

Mehrgenerationen‐Wohnen Am Albgrün Karlsruhe‐Grünwinkel

2009

Die komplexen Anforderungen durch die unterschiedlichen Nutzer bzw. Baugruppen erfordert eine relativ kleinteilige Struktur, die der Entwicklung des Quartiers eine möglichst große Flexibilität ermöglicht. Die insbesondere im rückwärtigen Bereich nördlich und westlich angrenzende Nachbarbebauung mit Einfamilienhäusern, dem historischen Eiskeller, sowie dem Kindergarten, erfordern eine kleinteilige Bebauung um einen möglichst homogenen städtebaulichen Übergang zu schaffen.
Die vier freistehenden Einzelgebäude werden versetzt zueinander angeordnet. Dadurch ergeben sich differenzierte Pausenräume zwischen den Einzelhäusern in Nord‐ Süd Richtung mit sehr großzügig bemessenen Abständen von ca. 36 m.
Der benachbarte historische Eiskeller wird in diese Struktur mit eingebunden. Die neuen Einzelhäuser sind ihm in Ihren Abmessungen und Höherentwicklungen ähnlich, so dass er sich in dieses Ensemble einordnet.
Nach Westen zum „Albgrün“ wurde eine offene Struktur gesucht, um ein spürbares Verzahnen zum Albgrün in allen inneren Bereichen des Quartiers zu ermöglichen. Diagonale Sichtbezuge zwischen den Einzelbaukörpern machen von fast überall das nahe Albgrün spürbar. Der "grüne Finger" mit seinem Baumbestand wird in das Quotier eingebunden.
Die in Nord‐ Südrichtung verlaufende Haupterschließung weitet sich nach Süden zu einem großzügigen Gemeinschaftsplatz auf. Nach Norden endet diese in einem gepflasterten Platz welcher die Verknüpfung zur Baugruppe Vielfalt herstellt.
Zur Durmersheimer Straße und zur Zeppelinstraße entlang wird das Quartier durch eine viergeschossige Randbebauung geschlossen, die innere Bebauung wird dadurch von dem hohen Verkehrsaufkommen und dem damit verbundenen Lärm abgeschirmt. Lediglich eine Zäsur, bedingt durch den nicht überbaubaren Regenwasserkanal, ermöglicht einen Durchstich zur Durmersheimer Straße.
Die Anbindung an das Ortszentrum Grünwinkel erfährt das Quartier durch die Öffnung der Ecke nach Süden. Der bestehende Platz mit dem Brunnen markiert den Eingang. Die beiden großen und schützenswerten Kastanienbaume sowie der Krähenbrunnen bleiben erhalten. Sie bilden zusammen mit den beiden Kopfbauten der Zeilen eine neue Eingangs‐ bzw. Platzsituation.
Der abschrägte fünfgeschossige Kopfbau entlang der Zeppelinstraße setzt hier einen deutlichen Akzent zum großen öffentlichen Platz der sich diagonal über der Kreuzung befindet. Die trichterförmige Öffnung bietet einen einladenden, nahtlosen Übergang ins Innere des Quartiers. Durch die Überschneidung der beiden Zeilen im Grundriss wird der Verkehrslärm an der Kreuzung weitgehend abgeschirmt

Ort:
Karlsruhe-Grünwinkel